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15. Januar 2021

Die aktuell geltenden Einschränkungen wirken sich tagtäglich in zunehmendem Maße dramatisch auf die Lebenswirklichkeit der Menschen aus.

Gesundheitlich/körperlich (verschobene Therapien, auch schwerwiegender Krankheiten, Reha-Maßnahmen), psychisch (Zunahme von Depressionen, Abnahme von Lebensfreude - selbst bei Kindern, Zunahme häuslicher Gewalt, Streß, soziale Vereinsamung...) und wirtschaftlich (Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Insolvenzen, "Kahlschlag" in der Gastronomie, Veranstaltungsbranche, Einzelhandel...).

All dies wird sich (wohl erst nach den kommenden Wahlen) verstärken, wenn Kurzarbeitergelder auslaufen und das reguläre Insolvenzrecht wieder voll zum Zuge kommt.

Dem gegenüber steht eine flächendeckend Infektionswelle mit Covid19, einem Erreger aus der auch zuvor schon bekannten Familie der Coronaviren,

an dem unbestritten leider Menschen sterben. Die Gesamtzahl der Toten im Kontext Covid19 wird aktuell (14.01.21) vom RKI mit gut 43000 beziffert.

Wie viele davon "an Covid19" und wie viele "mit Covid19" (also Vorhandensein eines positiven PCR-Tests ohne Kausalzusammenhang zur Todesursache) verstorben sind, ist unklar. Dieser wichtige Aspekt wird von den Zahlen des RKI leider nicht abgebildet.

Zum Vergleich: im Verlauf der Grippewelle 2017/18 starben alleine in Deutschland ca. 25000 Menschen an der Influenza (vgl. Ärzteblatt 30.9.2019)

Was ist also zu tun: schützt die Schwachen und Anfälligen mit den zu Verfügung stehenden Ressourcen, ansonsten haben die Menschen ein Grundrecht darauf, bestmöglich und schnellstmöglich ihr normales Leben wieder zurück zu bekommen.

Diese Zielsetzung eines "zurück zur Normalität" möchte die AfD-Fraktion dadurch unterstützen, indem wir befürworten, daß auch die Stadt Lippstadt, wo irgend möglich diese Richtung wieder einschlägt und in nüchtern-rationaler Abwägung als Vorbild die Arbeit des Rates und der Ausschüsse fortführt, eine offene Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zuläßt und durch vernunftbasierte, nicht emotional angstgetriebene Entscheidungen den Menschen der Stadt Lippstadt eine Perspektive bietet.

Sollten einzelne Ratsmitglieder gesundheitliche Bedenken gegen eine Präsenzteilnahme haben, so bestünde evtl. ja auch die Möglichkeit diese per Videokonferenz zuzuschalten, wie dies ja derzeit auch bei vielen Unternehmenssitzungen zwangsweise praktiziert wird.

Abschließend bleibt damit zu sagen: die AfD im Rat der Stadt Lippstadt spricht sich hiermit gegen ein weiteres Aufschieben von Ausschüssen und Sitzungen aus.

Kommentar zur Corona-Lage